Google Hotelfinder – wo geht die Reise hin?

Beat Hofstetter

Google greift mit seinem Hotelfinder in den Markt ein. Doch was bedeutet das und wie wird sich das in Zukunft auswirken?

Der Google Hotelfinder bietet eine äusserst gute Usability, vereint mit umfangreichen Suchfunktionen. Mit nur wenigen Klicks kann man gezielt das den eigenen Reisewünschen entsprechende Hotel finden und auch buchen. Dabei wird mit prominenten Aggregatoren wie booking.com zusammengearbeitet,  welche den Content für den Google Hotelfinder liefern.

Was Google tatsächlich in Zukunft vorhat kann man vorerst nur erahnen. Blickt man aber genauer auf den Google Hotelfinder, vor allem auf die damit verbundenen Dienste wie Google Places, Google Maps, Google Streetview, Google Wallet, Google Calendar, Google Mail, Google Alerts und Google Translator so erkennt man, das Google bereits heute weiter denkt als nur in einen Teil der Online Tourismusbranche, sprich in das Geschäft der Aggregatoren, einzugreifen.

Mit diesem unglaublichen Set an verfügbaren Online Diensten schafft es Google, eine Vielzahl von Funktionen für Reisesuchende zur Verfügung zu stellen, die andere Dienste bei weitem übertrumpfen und dem User das Suchen nicht nur abnehmen, nein mehr noch, das Suchen überflüssig macht. Unter Anwendung aller oben erwähnten Google Dienste ist es möglich, dem User Hotels, abgestimmt mit den Reisewünschen bis hin zum persönlichen Terminkalender, ergänzt durch Erinnerungsfunktionen per Gmail direkt vor die Nase zu halten. Und das sogar in der Landessprache des Users – Google Translator lässt grüssen. Und wie wird bezahlt? Mit Google Wallet werden die Aggregatoren endgültig ausgebremst, denn dieser Online-Bezahldienst ist bereits in anderen Märkten erprobt und funktioniert. Die Tatsache, dass Google derzeit noch auf den Content der Aggregatoren angewiesen ist, verhindert das semantische Google Reisebüro.....noch!

Betrachten Sie diese Vision nicht als Fakt, sondern als mögliches Szenario für das weitere Vorgehen von Google. Es gibt viele Faktoren die ein solches Szenario verhindern können, zuletzt Google selbst könnte kein Interesse daran haben. Die Zukunft wird es zeigen, eines steht jetzt schon fest: es bleibt spannend!

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